How to Be a Victorian Dinner Hostess

Sometimes I talk with a full mouth, I have red wine with fish, and place my elbows on the table while eating.

But these days are over thanks to my good friend Mrs. Beeton!

Having dealt with 18th century dating guides for women for my last term paper, I am now moving on to the next part of my (pre-)Victorian self-improvement Tour de Force. Specifically the undiscovered country of the 19th century household manual.

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Frau BuchSaitens Literarischer Jahresrückblick


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Wie jedes Jahr gibt es drüben auf BuchSaiten einen literarischen Jahresrückblick und dieses Jahr darf auch mein Blog da nicht fehlen, finde ich… und scheinbar auch Frau von Saiten, die mich gerade auf Twitter aufgefordert hat, meine aktuelle Stylingprozedur für eine Familienfeier heute Abend spontan zu unterbrechen und stattdessen erstmal mein Lesejahr 2012 revue passieren zu lassen.

In dem Sinne: Wenn ich heute Abend nackt dort erscheine, Beschwerden bitte an BuchSaiten! Merci! 😉

Also, los geht’s: Hier kommt das Lesejahr 2012!

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Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Das war ganz eindeutig Middlemarch von George Eliot. So ein dicker, englischer Klassiker wirkt ja erst einmal furchteinflößend und abschreckend, zumal ich beispielsweise auch keine große Freundin von Jane Austen oder Charles Dickens bin. Aber als fleißige Englischstudentin sollte man das ja mal gelesen haben und daher habe ich mich herangetraut und es auch nicht bereut. George Eliot beschreibt ihre Figuren mit so viel Liebe und in so vielen kleinen Anekdoten, dass es am Ende richtig traurig war, das Buch zuzuschlagen als der Kindle mich fragte, wie mir das Buch gefallen hat. Gerne wäre ich noch etwas länger in Middlemarch geblieben…

Witzig übrigens auch, dass ich ca. 2 Wochen nach der Lektüre in der Uni zufällig ein Gespräch dreier junger Englischdozentinnen belauschen durfte, die sich allesamt eingestanden haben, dass sie ja nie etwas von George Eliot gelesen hätten. Na, sowas!

 

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Das war Christiane Rösingers Liebe wird oft überbewertet. Damals als Single mit gemischten Gefühlen über das Singledasein dachte ich mir, dass dieses Buch mich bestimmt aufheitern würde. Liebe – und vor allem die RZB (= Romantische Zweierbeziehung) soll als Mythos enttarnt werden. Super, oder? Vor allem für mich als Kulturwissenschaftlerin, die sowieso alles ideologiekritisch hinterfragt. Leider hat Frau Rösinger es etwas übertrieben: Sie findet nämlich nicht nur RZBs doof, sondern auch ihre Heimatstadt Berlin, mit Freunden Essen gehen, Kinobesuche, ihre eigenen Bandkollegen und und und. Trotz einiger interessanter Passagen über den Mythos Liebe hat mich das Buch irgendwann einfach nur noch aggressiv gemacht und ich finde, Frau Rösinger sollte sich mal eine Scheibe von Frau von Saiten abschneiden, die – zumindest auf Twitter – stets gut gelaunt und energetisch zu sein scheint. (Ich weiß Katrin, ich wiederhole mich hier, aber, es stimmt nunmal 😉

 

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Diese Frage lässt sich schwieriger beantworten, da ich gar nicht so viele neue Autoren ausgetestet habe… Mal überlegen… Vermutlich Julian Barnes. Im März habe ich sein Buch The Sense of an Ending gelesen und war von der melancholischen, gleichzeitig aber irgendwie aufheiternden Grundstimmung sehr angetan. Schön also, dass dieses Semester ein Seminar an der Uni angeboten wurde, in dem ich noch zwei weitere Werke von Barnes lesen musste/durfte. Das waren Flaubert’s Parrot und The History of the World in 10 1/2 Chapters. Beide sehr viel experimenteller als The Sense of an Ending, aber auf ihre eigene abgedrehte, postmodernistische Weise extrem unterhaltsam, vor allem History of the World, in welchem zum Beispiel die äußerst wichtige Frage gestellt wird, wie es denn sein kann, dass es Holzwürmer gibt, wenn Noahs Arche damals aus Holz war. Hätten die Holzwürmer die Arche nicht zerfressen müssen und ist Noah dieses Risiko wirklich eingegangen? Wenn ihr die Antwort wollt, lasst sie euch doch aus der Sicht eines Holzwurms präsentieren und lest History of the World.

 

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Für einen eReader-Mensch gar keine so einfache Frage. Generell finde ich ja die Cover vom Loewe-Verlag einfach nur wunderschön. Das Mädchen mit den gläsernen Füßen von Ali Shaw oder auch Von der Nacht verzaubert von Amy Plum haben einfach wunderschöne Cover. Lob an den Gestalter!

 

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2013 lesen und warum?

Endlich den letzten Band von Shades of Grey. Ja, die Bücher sind schlecht geschrieben, aber meine innere Göttin verlangt nunmal danach! Jetzt hab ich den Schei die Geschichte angefangen, jetzt will ich auch wissen, wie es ausgeht.

Und natürlich etwas von John Green, nach dem die Twitter-Timeline gerade scheinbar süchtig ist.

 

So Katrin, das war mein Lesejahr. Jetzt werde ich mich weiter aufbrezeln und auf die ganzen Antworten gespannt sein. Liebste Grüße aus Nürnberg und viel Spaß weiterhin bei der Suche nach dem perfekten Entsafter. 😉